Eine weltweite Ordensgemeinschaft

Wir Oblatenmissionare sind eine weltweite Ordensgemeinschaft in der katholischen Kirche. Wir sind eine missionarische Gemeinschaft, das heißt, wir verkünden die Frohe Botschaft überall auf der Welt. Der Name unserer Gemeinschaft lautet eigentlich Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria. Von der lateinischen Form des Namens kommt die Abkürzung "OMI", die du sicher auch schon gesehen hast, lateinisch heißen wir Oblati Mariae Immaculatae. In Deutschland kennt man uns aber auch als Oblatenmissionare oder als Hünfelder Oblaten.

Ach ja: "Oblaten" ist ebenfalls lateinisch und bedeutet übersetzt soviel wie "darbringen" oder "weihen". Ein Oblate ist also jemand, der sich mit seinem Leben einer bestimmten Lebensweise geweiht hat. Bei uns bedeutet das ein Leben mit Gott in einer Ordensgemeinschaft. Dazu gehört, dass wir die Gelübde von Armut, Keuschheit, Gehorsam und Beharrlichkeit ablegen und unser Leben danach ausrichten.

Weltweit gehören so ungefähr 4.000 Patres und Brüder zur Gemeinschaft der Oblaten. Sie leben und arbeiten in beinahe 70 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Ihr Leben ist sehr unterschiedlich, je nachdem in welchem Teil der Welt sie sich befinden, das ist klar. Die Gemeinschaft wird vom Generaloberen geleitet, der seinen Sitz in Rom hat.

Weitere Informationen:

Mitteleuropäische Provinz:
http://www.oblaten.org

Oblaten weltweit:
http://www.omiworld.org

Geschichte

Unsere Gemeinschaft hat ihren Ursprung im Süden Frankreichs, genauer gesagt in der Provence. Der heilige Eugen von Mazenod gründete dort im Jahr 1816 eine Gemeinschaft, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, das Evangelium in ihrer Heimat zu verkünden. Einige Jahre zuvor hatte die Französische Revolution eine große Not für die Kirche in Frankreich verursacht. Die Menschen hatten kaum noch einen Bezug zur Kirche und das religiöse Leben war eigentlich nicht mehr vorhanden. Die ersten Oblaten zogen in der Umgebung von Aix-en-Provence umher und hielten sogenannte "Volksmissionen", das heißt, sie blieben für einige Wochen an einem Ort und es gab verschiedene Angebote und Veranstaltungen, die den Leuten helfen sollten, ihren Glauben wieder neu zu entdecken und intensiver zu leben.

Im Laufe der Zeit wuchs die Gemeinschaft und breitete sich immer weiter aus, zunächst in Frankreich, dann über Kanada, Südafrika, die USA und Ceylon bald auch in andere Länder. Nach Deutschland kamen die Oblaten im Jahr 1895 und gründeten zunächst das Kloster in Hünfeld.

Oblaten in der Mitteleuropäischen Ordensprovinz

Rund 150 Patres, Brüder und Studenten leben heute auf dem Gebiet der Mitteleuropäischen Ordensprovinz in einem unserer 15 Klöster in Deutschland, Österreich und Tschechien. Die Provinzleitung sitzt heute nicht mehr in Hünfeld, sondern im Mainzer Oblatenkloster. In den unterschiedlichen Klöstern gehören vielfältige Tätigkeiten zu unseren Aufgaben: neben der Jugendseelsorge, sind wir in der Seelsorge in Pfarreien, Krankenhäusern und Gefängnissen tätig, geben Exerzitien, begleiten Wallfahrten und bieten Gemeindemissionen an. In unserem Kloster Mariengarden in Burlo haben wir auch ein Gymnasium in Trägerschaft, an dem wir ebenfalls in der Seelsorge tätig sind.

Als missionarische Ordensgemeinschaft haben wir immer auch Missionare in andere Länder gesandt. Etwa 30 Oblaten, die aus der Mitteleuropäischen Provinz stammen, leben und arbeiten heute im Ausland, zum Beispiel in Namibia, Südafrika, Paraguay oder Kanada.