Die Jungassoziierten

Zugang zur Spiritualität der Oblatenmissionare

Die Fragen, die einen jungen Erwachsenen im Glauben und in den Lebensphasen von Ausbildung, Studium und Beruf bewegen, können sich durchaus komplexer und vielschichtiger darstellen als dies noch als Jugendlicher der Fall war. Mehr denn je müssen sich junge Christen und besonders Katholiken hierzulande einem kirchenkritischen Umfeld stellen. Das ungezwungene und offene Bekenntnis zu Christus und seiner Kirche ist für viele keine Selbstverständlichkeit. Daneben ist es keine Seltenheit, dass junge Menschen fernab der vertrauten Heimat eine Ausbildung oder ein Studium beginnen und damit der wichtige Rückhalt in Glaubensfragen wegzubrechen droht. Menschen, die gerade ins Berufsleben eingestiegen sind, nehmen eine von zunehmenden Zeit- und Leistungsdruck geprägte Atmosphäre wahr. Der christliche Glauben kann in den Hintergrund rücken oder gar hinderlich wirken.

Für die Oblatenmissionare stand somit früh die Frage im Raum, wie es gelingen kann, jungen Erwachsenen einen tiefer gehenden Zugang zur Spiritualität ihrer Ordensgemeinschaft und zum Charisma des Heiligen Eugen, des Ordensgründers der Oblaten, zu ermöglichen. Hierzu wurde das Modell der „Assoziierten der Oblaten“ speziell für junge Erwachsene weiterentwickelt und an ihre Bedürfnisse und Fragestellungen angepasst.

Der Weg zur Assoziierung

Fast vierzig junge Frauen und Männer aus ganz Deutschland mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen haben sich seit 2007 der Gemeinschaft angegliedert, weitere sechs junge Erwachsene, sogenannte Interessierte, befinden sich in einer zweijährigen Ausbildung.

Die Interessierten, die zumeist aus der oblatischen Jugendarbeit hervorgegangen sind und somit ein gewisses geistliches Fundament mitbringen, machen sich im Rahmen der Ausbildung gemeinsam mit einem betreuenden Oblatenpater auf den Weg, die Spiritualität des Ordens nicht nur näher kennenzulernen, sondern sie im eigenen Leben umzusetzen und fruchtbar werden zu lassen. Sie wollen ihren Glauben ernst nehmen und bewusst nach dem Vorbild des heiligen Eugen von Mazenod leben. Die Ausbildung geschieht durch mehrtägige Treffen, die mindestens viermal im Jahr stattfinden. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass die Treffen in wechselnden Oblaten-Niederlassungen in Deutschland begangen werden, um die Ordensgemeinschaft in ihren verschiedenen Wirkungsstätten und Kommunitäten näher kennenzulernen. Im Rahmen der Treffen wachsen Zusammengehörigkeit und Spiritualität zunächst im Austausch und in der gemeinsamen Reflexion der individuellen Herausforderungen des Glaubens- und Alltagslebens. Die Ausbildungstreffen dienen einerseits dazu, die Teilnehmer mit dem oblatischen Charisma in seinen Facetten vertraut zu machen. Dazu gehört insbesondere eine Vertiefung mit dem Leben und den Schriften des heiligen Eugen von Mazenod. Andererseits ist jede und jeder Assoziierte hauptverantwortlich für ihr bzw. sein geistliches Leben. Damit dies gelingt, bilden klassische Elemente des geistlichen Lebens den weiteren Schwerpunkt der Ausbildung. Dabei werden beispielsweise Gebetsformen wie Stundengebet oder eucharistische Anbetung praktiziert.

Die offizielle Ausbildung endet feierlich durch Abgabe eines einjährigen Assoziierungsversprechens im Rahmen des jährlichen Provinztreffens der Assoziierten, an dem auch die übrigen Assoziierten ihr Versprechen erneuern. Als äußeres und gemeinsames Zeichen erhält jeder Assoziierte ein gesegnetes Oblatenkreuz.

Assoziierte bringen sich nach ihrer Ausbildungszeit ganz individuell und auf verschiedene Arten in die Oblatenfamilie ein (z.B. Erstkommunion- und Firmvorbereitungstage oder aber die Mitarbeit bei anderen Jugendveranstaltungen). Auch nach ihrer Ausbildung kommen sie regelmäßig zu Weiterbildungswochenenden zusammen. Ziel der Treffen ist es weiterhin, die jungen Erwachsenen zu unterstützen, ihren Glauben in ihrem jeweiligen Alltag bewusster zu leben und in Familie und Beruf Zeugnis zu geben.

Assoziierung – Ein Weg für Dich?

Wenn Du bereits die Oblaten näher kennengelernt hast, Du bereits mit Ihrer Spiritualität durch die OMI-Jugend oder andere Oblaten-Treffen ein wenig vertraut bist und Du Dir den Weg der Assoziierung vielleicht vorstellen könntest, dann helfen dir die Oblaten, die in der Jugendseelsorge tätig sind gerne, herauszufinden, ob es ein Weg für dich sein kann, und was sinnvolle weitere Schritte auf deinem Weg sind.

Hier findest du weitere Infos zu den Assoziierten der Oblaten.