Das Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn,
unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen. 

Glaubst du noch oder glaubst du schon?

Glauben ist nicht gleich Glauben. In unserem Sprachgebrauch gibt es mehrere Arten des Begriffes „Glauben“:
Glaube = Vermuten: "Ich glaube, morgen gibt es schönes Wetter." Das ist eher ein Hoffen.
Glaube = Fürwahrhalten: "Ich glaube, Napoleon hat gelebt." Das ist ein Anerkennen z.B. historischer Fakten.
Glaube = Vertrauen: "Ich glaube dir; ich glaube an dich." Hier verlässt sich jemand auf einen anderen. Hier geht es um Vertrauen, letztlich um Beziehung.
Und genau hiervon sprechen Christen, wenn sie vom Glauben an Gott reden. Glauben meint, eine Beziehung zum lebendigen Gott zu haben. Nicht ein Hoffen darauf, dass Gott existiert, auch nicht ein bloßes Führwahrhalten seiner Existenz, sondern ein bewusstes Sich-Einlassen auf Gott.

Glaube an Jesus Christus

Vielleicht fällt es dir nicht so leicht, an Gott zu glauben. Schließlich sieht man ihn ja auch nicht. Aber doch gibt es einen Ort bzw. eine Person, wo der unsichtbare Gott sichtbar geworden ist: in seinem Sohn Jesus Christus. Wenn wir Jesus betrachten, ihm zuhören, dann erkennen wir, wie Gott ist. Gott ließ seinen Sohn für uns sterben und machte damit all unserer Sünde und Not ein Ende. Mit dem Tod seines Sohnes am Kreuz zeigte er uns, dass er bis zum Äußersten bereit ist, dass er bis zum Letzten geht. So sehr liebt uns Gott. So sehr liebt Gott dich! An Gott zu glauben, bedeutet sich auf Jesus Christus einzulassen und ihm zu vertrauen.

Glaube ist ein Geschenk

Dabei können wir das nicht einfach aus uns heraus machen. Glaube ist immer ein Wirken Gottes an uns, sein Geschenk, seine Gabe. Wie in einer menschlichen Beziehung die Liebe nicht machbar ist, sondern Geschenk bleibt, so auch in der Beziehung zu Gott. Das bedeutet nun nicht, dass wir nichts tun könnten. Wie bei menschlichen Beziehungen müssen wir uns selbst hineinbegeben. Gott behandelt uns als Persönlichkeiten. So beginnen wir zu glauben. Wir beten, wir gehen in die Messe, wir dienen der Kirche und der Welt. Und das fördert unseren Glauben. Dennoch bleibt er immer Geschenk.

Warum nicht heute?

Wenn du vielleicht noch nicht glaubst, so kannst du doch heute schon beginnen. Fang doch an, zu Gott zu beten. Wenn du das regelmäßig tust, wirst du merken, wie er dir zugewandt ist. Mehr und mehr wirst du innewerden, wie sehr er dich liebt. Besorge dir eine Bibel und lies die Evangelien. Gehe auch in die Messe und suche das Gespräch mit dem Pfarrer oder anderen Mitarbeitern der Kirche. Bleib dran. Bete zu Jesus Christus, danke ihm für seinen Tod und seine Auferstehung. Er tat es für dich! Er ist für dich da!